FAQ: Was ist eigentlich ein Kinderladen?

Was ist eigentlich ein Kinderladen?
Die Kinderläden haben ihre Wurzeln in der Protestbewegung von 1968. Damals verstand sich die Kinderladen-Bewegung als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Protestbewegung gegen die bestehenden Verhältnisse. Heute heißen Kinderläden eigentlich Elterninitiativ-Kindertagsstätte (EKT) und sind vor allem eine Alternative zu städtischen und kirchlichen Einrichtungen. Kinderläden sind elternorganisiert. Das heißt: Die Eltern tragen die Verantwortung für alles, was neben der Betreuung der Kinder anfällt – eine Übersicht der Aufgaben in der Rasselbande findest du unter »ELTERNARBEIT: ÄMTER UND TO DOS«.

Dafür werden die Kinder in kleineren Gruppen betreut und die Anzahl der Erzieher ist in der Regel wesentlich höher als in anderen Einrichtungen. Ein Kinderladen lebt durch die Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern. Wenn beispielsweise die Erzieher krank sind oder Supervision o.ä. stattfindet, helfen die Eltern aus und organisieren die Betreuung der Kids mit Elterndiensten. Die Eltern haben aber auch die Möglichkeit den Laden in den Schließzeiten selbständig aufzumachen und sich zu organisieren: Macht Spass!

Was machen die Kids in der Rasselbande?
Viel spielen, malen & basteln: Im Kinderladen gibt es einen Toberaum zum auspowern, ein großes Bastel-, Mal- und -Spielezimmer zum kreativ sein. Gemeinsam geschlafen und ausgeruht wird im Sternchenzimmer.
Gut essen: Es gibt täglich frisches Bioessen von unserem Koch.
Frische Luft: Unser Sandkasten im Innenhof, in dem wir spielen und toben können. Oder auf den vielen Spielplätzen in der direkten Umgebung und den Ausflügen in die Natur.
Singen, tanzen, musizieren: Einmal in der Woche gehen wir zu einer ausgebildeten Musikpädagogin.
Bewegen, springen & laufen: Einmal in der Woche gehen wir zum Sport in die Maybach-Turnhalle. Nach einer Freispielphase, in der die Kinder sich mit dem Material vertraut machen (Bälle, Matten, Reifen) gehts Los.
Gemeinsam verreisen ganz ohne Eltern: Einmal im Jahr machen wir eine Kinderladenreise (aufs Land oder aufn Bauernhof) und zur Vorbereitung eine Kinderladen-Übernachtung.

Gibt es feste Altersgruppen im Kinderladen?
Nein, aber altersgetrennte Phasen. So können alle Kinder altersgerecht gefördert werden und trotzdem kann Klein von Groß und Groß von Klein lernen.

Wie sind die Betreuungszeiten?
Generell von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Schließzeiten sind 3 Wochen aufs Jahr verteilt (Ostern / Sommer / Weihnachten).

Was kostet der Spaß?
Die Kostenbeteiligung in Berlin besteht aus einem pauschalen Verpflegungsanteil von 23€/Monat in Kitas und einem Betreuungsanteil, dessen Höhe vom jeweiligen Einkommen der Eltern, dem Betreuungsumfang und eventuellen Ermäßigungen abhängig ist. In den letzten 3 Jahren vor Beginn der Schulpflicht ist der Besuch einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege in Berlin kostenfrei. Es ist nur noch der Verpflegungsanteil zu zahlen.

Zusätzlich zu diesen Kita-Beiträgen sammeln wir Eltern 30 Euro pro Monat in bar für bestimmte Kosten wie z.B.Geschenke, das Kassenamt verwaltet die Kasse.
Zu Beginn zahlen alle neuen Eltern 200 Euro als Spende für den Kinderladen. Hier die Bankverbindung:
Kinderladen Rasselbande e.V.
Berliner Sparkasse
BLZ: 10050000
KTN: 6603127537

IBAN: DE42 1005 0000 6603 1275 37

Und wie funktioniert dit jetzte konkret?
Der Kinderladen Rasselbande ist als eingetragener gemeinnütziger Verein organisiert. Aber im Grunde ist das auch ganz einfach erklärt. In einer Mitgliederversammlung des Vereins wählen alle Eltern aus ihren Reihen 2 in den Vorstand, sowie den Kassenwart oder die Kassenwartin. Der Vorstand übernimmt die Vertretung des Vereins nach außen und haftet für den Kinderladen. Zudem übernimmt der Vorstand auch die administrativen Pflichten als Arbeitgeber des Erzieher-Teams. Themen wie Personal, Finanzierung, Wahl des Vorstandes, Ausübung der Vorstandstätigkeit und weitere organisatorische Angelegenheiten werden in den Mitgliederversammlungen diskutiert und beschlossen. Es gibt zwar einen ehrenamtlichen Vorstand aber trotzdem eine Menge Arbeit für alle: Von Putzen und Reparaturen bis zur Gartenarbeit ist für jede und jeden was dabei. Auf je mehr Schultern die Arbeit verteilt wird, desto weniger muss der Einzelne machen. Je mehr wir sind, desto mehr Spaß werden wir haben.

Hilfe mein Kind geht bald zur Schule?
Keine Panik auf der Titanic – die Zeit vor der Schule wird genutzt und mit spannenden Themen gefüllt.

Wer putzt eigentlich im Kinderladen?
Der Kinderladen (die Toiletten, das Bad und die Küche) wird jeden Tag von den Eltern geputzt. Schrubb Schrubb. Weil wir uns abwechseln, ist das nicht viel Arbeit aber doch ein bisschen: Je nach Talent und Einübung 20 bis 40 Minuten pro Dienst.

Der Putzdienst ist pro Elternteil ca. alle 3 Wochen. Außerdem gibt es den Wäschedienst, ca. alle 3 Monate.

Und was ist mit Elternabend?
Wie in anderen Kitas auch gibt es ca. alle 6 Wochen einen Elternabend. Bei Wasser, einem Glas Rotwein oder einem Malzgetränk deiner Wahl sitzen wir redend von 19.00 Uhr bis ca. 21 Uhr (manchmal länger oder kürzer) im Kinderladen auf den viel zu kleinen Stühlen unserer Sprösslinge. Auf den Elternabenden können alle Dinge, die uns Rund um den Kinderladen beschäftigen, Thema sein.

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